CTEK treibt die Diskussion über Vehicle-to-Grid (V2G) für das Laden von Elektrofahrzeugen voran
24 June 2026
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24 June 2026
Wie fortschrittliches, intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen (EV) Fahrer, Unternehmen und das Stromnetz unterstützen kann, wurde in einem Seminar untersucht, an dem CTEK auf der Energimässan, Schwedens größter Energiemesse und -konferenz, teilnahm.
Stefan Gabrielsson, Produktmanager bei CTEK, nahm an einer Podiumsdiskussion zum Thema Smart Charging teil, in der untersucht wurde, warum Technologien wie Vehicle-to-Grid (V2G) bisher noch nicht im großen Maßstab umgesetzt wurden.
Durch die Rückspeisung von Energie aus der EV-Batterie in das Stromnetz kann V2G potenziell dazu beitragen, Lastspitzen im Netz auszugleichen und die Kosten für Fahrer und Flottenbetreiber zu senken.
Auf die Frage, ob die V2G-Technologie bereit für eine breitere Einführung sei, erklärte Stefan, dass sich das Smart Charging schrittweise entwickelt habe – zunächst durch die Steuerung des Ladestroms zum Schutz der Hauptsicherung eines Gebäudes und später durch die Optimierung, um hohe Strompreise zu vermeiden oder zu reduzieren.
Stefan erklärte, dass der V2G-Standard mittlerweile in der Hardware verfügbar ist – die CTEK-Ladestationen CC3 und CC3i sind beide V2G-fähig – jedoch entsprechende Serviceangebote von Betreibern erforderlich sind, um die Nutzung zu ermöglichen.
"Aus technischer Sicht ist das Potenzial vorhanden," sagte Stefan, "nun geht es vor allem darum, attraktive Angebote für Endnutzer zu schaffen. Sind es kostenlose Parkplätze in öffentlichen Parkhäusern? Zahlungen an Unternehmen mit Mitarbeiterparkplätzen? Oder reduzierte Stromkosten für private Haushalte?"
Stefan wurde außerdem gefragt, welcher Teil der Kette – vom Stromnetz über den Ladebetreiber zur Ladestation bis hin zum Fahrzeug – darüber entscheiden sollte, wann die V2G-Entladung gestartet und gestoppt wird.
Stefan antwortete:
"Das Problem ist, dass bei einem einfachen Signal aus dem Stromnetz andere Lasten in der Installation, wie beispielsweise Wärmepumpen, die verfügbare Energie nutzen könnten, ohne dass ein Nutzen für das Netz entsteht."
"Stattdessen sollte das Steuersignal an das Energiemanagementsystem eines Gebäudes gehen, das größere Verbraucher koordinieren kann, sodass ein echter Nutzen für das Stromnetz entsteht. Solche Systeme sind eher in größeren Gebäuden zu finden – aber das Problem besteht auch im privaten Bereich."
An der Podiumsdiskussion auf der Energimässan nahmen außerdem Vertreter von Volkswagen Group Sverige, Voltiva, E.ON Energidistribution und Checkwatt teil. Moderatorin Linda Thell Marklund von Power Circle stellte die Frage nach den wichtigsten Gründen, warum fortschrittliches Smart Charging noch nicht breiter eingesetzt wird.
Stefan erklärte:
"Erstens ist der technische Standard für DC-V2G vorhanden und wird bald auch für AC verfügbar sein. Fahrzeughersteller müssen V2G in ihren Elektrofahrzeugen stärker und einheitlicher integrieren. Danach geht es darum, überzeugende und attraktive Angebote für Unternehmen und Verbraucher zu schaffen."
Im vergangenen Jahr spielte CTEK eine Schlüsselrolle in einem wegweisenden Test für bidirektionales AC-V2G-Laden mit Elektrofahrzeugen von Volvo Cars. Der Test umfasste elf CC3-Ladestationen an drei Standorten in Göteborg.
Volvo-Mitarbeiter nutzten speziell modifizierte Testfahrzeuge (EX40 und C40) sowie Serienfahrzeuge (EX90) und luden diese auf Parkplätzen mit CC3-Ladestationen.
Die Fahrer mussten die V2G-Funktion nicht selbst steuern – dies wurde durch die Kommunikation zwischen den CC3-Ladestationen, dem Backend von Volvo und dem Energieversorger geregelt. Die Testfahrzeuge identifizierten sich dabei über die Autocharge-Methode.
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